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Hier findest Du alle wichtigen Begriffe zu Deinem kleinen Waffenschein

Wichtige Wörter und Begriffe zu dem Thema Kleiner Waffenschein


Kleiner Waffenschein 2020

Der kleine Waffenschein berechtigt in Deutschland zum Tragen von Schreckschusswaffen. Darunter versteht man Nachbildungen von Revolvern und Pistolen, die keine Projektile, sondern Kartuschen-, pyrotechnische oder Reizgasmunition verschießen. Teilweise wird aber auch das Verschießen kleinkalibriger Patronen zum kleinen Waffenschein gezählt. Wer den kleinen Waffenschein beantragen möchte, muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen, die größtenteils mit jenen des normalen Waffenscheins identisch sind. Anders als beim vollwertigen Schein erfordert die Ausstellung des kleinen Waffenscheins den Nachweis eines Bedürfnisses des Scheins oder einer Haftpflichtversicherung nicht. Wer den kleinen Waffenschein beantragen will, muss die die folgenden Voraussetzungen erfüllen:


  • Es dürfen keine Vorstrafen vorliegen. Ausgenommen sind Freiheitsstrafen, Jugendstrafen oder Geldstrafen von weniger als 90 Tagessätzen.
  • Das Mindestalter beträgt 18 Jahre.
  • Es darf keine Abhängigkeit von Alkohol oder Drogen bestehen.
  • Die Waffe muss fachgerecht aufbewahrt werden können.
  • Die körperliche und geistige Eignung zum Führen der Waffe muss nachgewiesen werden.

Die genauen Kosten des kleinen Waffenscheins sind nicht durch Bundesgesetz vorgeschrieben. Daher können die Kosten zwischen 30 und 150 € schwanken. Nach Ablauf von drei Jahren muss erneut nachgewiesen werden, dass man über die erforderliche Eignung und Zuverlässigkeit verfügt. Wer den kleinen Waffenschein beantragen möchte, hat für diesen Prozess mit Kosten in Höhe von 15 bis 60 € zu rechnen. Im Folgenden werden die wichtigsten Begriffe rund um den kleinen Waffenschein und Schusswaffen glossarisch aufgeführt.

Das Glossar


A-E


Abkommen – Das Abkommen beschreibt die Lage und Visierung der Waffe im Moment des Schusses. Idealerweise stimmen Abkommen und Haltepunkt dabei überein.

Absehen – Optische Visiere verfügen über eine gestrichelte Zieleinrichtung, die Absehen genannt wird.

Abteiler – Mehrladewaffen haben einen Abteiler, der die oberste Patrone des Magazins lose hält. So kann die Patrone durch Neigung des Laufs ins Patronenlager befördert werden.

Abzug – Der Abzug bezeichnet einen Mechanismus, mit dem ein Schuss auf Fingerbewegung ausgelöst wird. Häufig wird der Begriff allgemein für das Abzugszüngel verwendet.

Abzugsblech – Das Blech, welches auch Züngelblech genannt wird, verbindet Verschlusskasten und Schaft und enthält einen Schlitz für den Abzug.

Abzugsbügel – Der Bügel umgibt den Abzug als Halbring und schützt ihn so. Er ist meist aus Blech, Holz, Stahl oder Horn gefertigt.

Abzugsstange – Dieser Hebel setzt die Bewegung des Abzugszüngels auf das Schlagstück um.

Abzugsstop – Dieser Triggerstop verhindert, dass der Züngel nach Auslösen des Schusses durchfällt.

Abzugswiderstand – Dieser Widerstand muss überwunden werden, um den Schuss zu lösen.

ACP – Diese Abkürzung steht für Automatic Colt Pistol und beschreibt einen Namenszusatz für die Pistolenmunition .45.

Adapter – Mithilfe eines Adapters, das ins Originalkaliber eingesetzt wird, können auch schwächere Patronen abgefeuert werden.

AE – Der Begriff Action Express steht für eine Zusatzbezeichnung bei Kalibern.

Auszieher – Diese Kralle befindet sich im Lauf oder am Verschlusskopf und zieht die Patronenhülse aus dem Lager.

Ballistische Kurve – Die ballistische Kurve ist die Flugbahn eines Geschosses (beispielsweise einer Patrone). Sie unterliegt Umwelteinflüssen wie den Windverhältnissen, dem Luftwiderstand oder der Schwerkraft. Ballistik bezeichnet dabei die Lehre des Schusses.

Bleigeschoss – Hierbei handelt es sich um ein mantelloses Projektil aus Blei mit Teillegierung.

Bleimantelgeschoss – Dieses Projektil verfügt über einen weichen Kern aus Blei und einen Führungsring, der aus Hartblei gefertigt ist.

Bore – Dies ist eine alte englische Bezeichnung, die das Innere des Laufs beschreibt. Davon leitet sich auch der Name für Kalibergrößen ab.

Brüssel-Scheibe – Diese Scheibe wird für internationale IPSC-Wettkämpfe verwendet und bietet die Trefferzonen A, B, C und D.

Checkering – Die Aufrauung von Griffstücken wird Checkering genannt und soll eine bessere Handhabung und Griffigkeit begünstigen.

Chronograph – Dieses Messgerät gibt Aufschluss über die Geschwindigkeit von Geschossen

C-Presse – Dieses Ladegerät mit offenem Rahmen leitet seinen Namen von der charakteristischen C-Form ab.

Deckung – Die Verteilung der Schrotgarbe im Ziel wird als Deckung oder Englisch pattern bezeichnet.

Deformationsgeschoss – Besonders ist bei diesem Projektil, dass es beim Einschlag ins Ziel aufpilz, sich also deformiert.

Delaborierung – Das ist die Zerlegung einer Patrone in ihre einzelnen Bestandteile. Im Gegensatz dazu beschreibt die Laborierung das Zusammensetzen der Patrone.

Diopter – Ein Diopter bezeichnet eine Visierungseinrichtung, mithilfe derer Ziele mit dem bloßen Auge angepeilt werden können. Es wird meist bei Langwaffen eingesetzt.

Direktabzug – Match-Luft- und KK-Waffen verfügen über diese Abzugskonstruktion.

Doppeln – Dieses (oft ungewollte) doppelte Abfeuern eines Schusses tritt auf, wenn Abzüge bei Selbstladern zu empfindlich eingestellt sind oder Rasten bereits abgenutzt sind.

Double Action – Die namensgebende Doppelaktion ist die Spannung des Hahns und das damit verbundene Lösen des Schusses aus dem mit der Betätigung des Abzugs. Double-Action-Only-Waffen können nicht per Hand gespannt werden.

Drall – Die Rotationsbewegung eines Geschosses um die eigene Achse, während es durch den Lauf geführt wird, nennt man Drall. Der Drall gewährleistet die Stabilität der Flugbahn nach Austritt aus dem Lauf.

Einabzug – Dieser auch Single Trigger genannte Abzug befindet sich an doppelläufigen Flinten. Hier wird nach dem Abfeuern des ersten Schusses automatisch auf den zweiten Lauf umgeschaltet.

Einzellader – Damit wird eine Waffe bezeichnet, die nur mit einem einzigen Schuss geladen werden und die also keine Mehrladeeinrichtung aufweist.

Entspannhebel – Mit dieser Vorrichtung kann das Schlagstück entspannt werden, ohne dass dazu der Abzug betätigt werden müsste.

Erosion – Die Reibung der hindurchgeführten Geschosse und die Freisetzung der Treibladungsgase führt zu Abnutzungserscheinungen des Laufes, den sogenannten Erosionen.

Exerzierpatronen – Diese Patronen werden ausschließlich zu Ausbildungs- sowie Übungszwecken. eingesetzt und sind entsprechend unscharf.

Expansions-/Expansivgeschoss – Dieses Geschoss weitet sich beim Abschuss aus und wird dadurch in die Züge gepresst.

F-K


Fallblock-Verschluss – Dieser Blockverschluss gleitet nach unten, wenn die Schusswaffe entriegelt wird.

Faustfeuerwaffe – Ein Synonym für Kurzwaffen wie Pistolen oder Revolver.

Federführungsstange – Die Federführungsstange ist ein länglicher Dorn, der die aufgesteckte Schließfeder einer Pistole davor schützt, sich zu verwinden.

Feuerwaffe – Eine Schusswaffe, die durch expandierende Gase ein Projektil durch seinen Lauf. befördert, wird Feuerwaffe genannt.

Fettrillen – Bleigeschosse verfügen über sogenannte Fettrillen, die eine Verbleiung des Laufs verhindern.

Fixzeit-Wertung – Diese Wertung bezeichnet die Gesamtsumme aller Treffer innerhalb eines festen. Zeitrahmens mit vorgegebener Schusszahl. Sie wird beim IPSC-Schießen verwendet.

Flachkopfgeschoss – Ein Projektil, das eine abgeflachte Spitze hat, wird Flachkopfgeschoss oder Englisch Flat Point genannt.

Flimmern – Die erhitzte Luft oberhalb des Laufs kann ein Verschwimmen des Visierbilds hervorrufen.

Flimmerband – Das Flimmerband ist eine Vorrichtung, welche die für das Zielen hinderlichen Schwaden der erhitzen Luft von der Visierlinie fernhält.

Flügelsicherung – Dieses Sicherungssystem verfügt über einen schwenkbaren Hebel.

Freiflug – Der Weg des Geschosses nach Austritt aus der Hülse und bis zu den Zügen des Laufs. wird Freiflug oder Englisch Freebore genannt.

Gasdruck – Die Treibladung setzt bei ihrer explosionsartigen Verbrennung Gase frei, die Druck ausüben.

Gasdrucklader – Dieses Selbstladesystem macht sich den Gasdruck zum Repetieren zu Nutze.

Griffstück – Bei einem Griffstück handelt es sich um einen erlaubnispflichtigen Bestandteil einer. Kurzwaffe, an dem sie erfasst und gehalten wird.

Gelenkabzug – Kombinationswaffen weisen oftmals einen Doppelabzug auf, dessen vorderer Zügel über ein Gelenk verfügt.

Geradezugverschluss – Repetierwaffen können mit diesem Kammerverschluss die Repetierzyklen. schneller durchlaufen.

Geschossimpuls – Der Geschossimpuls wird anhand der Geschossmasse und der Mündungs- bzw. Zielgeschwindigkeit ermittelt. Mit dem Geschossimpuls kann auch der Rückstoß der Waffe. errechnet werden: Geschossmasse (Mg) mal Geschossgeschwindigkeit (v0) geteilt durch Waffenmasse (Mw) ist gleich Geschwindigkeit der Waffe beim Rückstoß.

Geschosssetzer – Dieses Hilfsmittel setzt Geschosse in die dafür vorgesehenen Hülsen ein.

Gesteck – Die Montage des Zielrohrs in seiner Gesamtheit wird Gesteck genannt.

GK – GK ist die Abkürzung für Großkaliber.

HK – Heckler & Koch ist eine deutsche Waffenfirma mit Sitz in Oberndorf am Neckar

H.V. – Diese Abkürzung steht für Hochgeschwindigkeit (High Velocity) und findet sich als zusätzliche Bezeichnung bei Patronen.

Hahn – Durch den Hahn als Waffenbauteil wird die Schlagenergie auf den Schlagbolzen übertragen und so die Patrone gezündet.

Halbautomatik – Bei halbautomatischen Waffen handelt es sich um Selbstlader, deren Schussabgabe dennoch jeweils eine Betätigung des Abzugs erfordert.

in. – Die Abkürzung für das Längenmaß Inch, Englisch für Zoll, lautet in. Ein in. entspricht 25,4 mm.

Justieren – Einerseits kann das Prüfen und Korrigieren einer Waffe Justieren genannt werden, andererseits beschreibt es die Einstellung seiner mechanischen oder optischen Visierung.

Kadenz – Die Kadenz bezeichnet die Feuergeschwindigkeit automatischer Schusswaffen.

Kaliber – Das Kaliber bezeichnet verschiedene Eigenschaften einer Waffe. So versteht man darunter sowohl den Durchmesser eines Projektils als auch den Innendurchmesser des Waffenlaufs oder die Patronen- bzw. Munitionsart einer Waffe.

Kammer – Die Kammer kann einerseits der Verschlusskasten der Waffe und andererseits ihre Trommelbohrung sein, welche der Aufnahme von Patronen dient.

Kartuschenmunition – Hülsen mit Ladungen ohne Geschoss werden Kartuschenmunition genannt.

Kegelspitzgeschoss – Dieses Projektil zeichnet sich durch seine Form aus, die einem Kegel gleicht und spitz zuläuft.

Kegelstumpfgeschoss – Ähnlich wie das Kegelspitzgeschoss ist dieses Projektil kegelförmig, hat aber eine abgeflachte Spitze.

Kimme/Korn – Kimme und Korn sind Visierungseinrichtungen. Während es sich bei der Kimme um das hintere Element der Visierung handelt, stellt das Korn den vorderen Bestandteil dar.

Kipplaufwaffe – Solche Waffen werden nachgeladen, indem man den Lauf abklappt oder spannt.

Kokille – Diese Form dient dem Gießen von Geschossen.

Kolben – Sowohl der hintere Teil eines Gewehrschaftes als auch das luftkomprimierende Element eines Luftgewehrs werden als Kolben bezeichnet.

Kugel – Diese Bezeichnung war ursprünglich ein Synonym für das Projektil. Der Begriff wird heutzutage aber im Sinne eines Geschosses verwendet.

Kurzwaffe – Zu den Kurzwaffen zählen unter anderem Pistolen und Revolver sowie sämtliche weiteren Schusswaffen, deren Gesamtlänge weniger als 60 cm bzw. deren Lauflänge weniger als 30 cm beträgt.

L-R


Langwaffe – Bei Langwaffen handelt es sich in Abgrenzung zu Kurzwaffen um Gewehre mit einer Gesamtlänge von mindestens 60 cm bzw. einer Lauflänge von mindestens 30 cm.

Lauf – Der Lauf bezeichnet das Rohr einer Schusswaffe, welches das Projektil führt und aus dem dieses schließlich austritt.

Laufaufbauchung – Sofern der Lauf nach der Abgabe sichtbar aufgetrieben ist, spricht man von einer Laufaufbauchung.

Laufseele – Das Innere des Laufes nennt man Laufseele.

Leuchtpistole – Eine Signalpistole, die Leuchtspur-Geschosse verschießt, nennt man Leuchtpistole.

Leuchtvisierung – Diese nachtleuchtende Vorrichtung ermöglicht das Zielen selbst bei schlechten Lichtverhältnissen bzw. nachts.

Libelle – Diese Zielhilfe, die einer Wasserwaage gleicht, soll dem Verkanten der Waffe beim Zielen vorbeugen.

Liderung – Dieses Phänomen wird auf Englisch „gas-sealing“ genannt. Es beschreibt die Abdichtung (bzw. Liderung) des Waffenverschlusses, wenn Gasdruck beim Schuss auf die Patronenhülse einwirkt. Dadurch wird die Hülse an die Wand des Patronenlagers gedrückt und entfaltet die namensgebende Wirkung.

Magazin – In diesem Behältnis sind Patronen enthalten, die so dem Patronenlager bereitgestellt werden. Das Magazin kann grundsätzlich der Waffe entnommen werden und wird bei Mehr- sowie Selbstladern eingesetzt.

Magazinfeder – Diese Feder befördert die Patronen vom Magazin in den Verschlussraum.

Magazinsicherung – Diese Sicherung verhindert, dass selbstladende Waffen aus Versehen Schüsse abgeben, wenn das Magazin der Waffe entnommen wurde.

Mag-Na-Porting – Die Firma Mag-Na-Port hält ein Patent für die Reduzierung des Rückstoßes aufgrund eines trapezförmigen Schlitzes an der Waffenmündung inne.

Magnum/Magnumkaliber – Diese Begriffe bezeichnen eine verstärkte Munition und treten als Zusatzbezeichnung auf. Gängige Beispiele aus der Praxis sind die Kaliber .357 Magnum, .44 Magnum und .300 Winchester Magnum.

Magnumrevolver – Hierbei handelt es sich um einen Revolver, der auf ein Magnumkaliber ausgerichtet ist.

Mark – Diese englische Bezeichnung beschreibt das Modell oder Muster einer Waffe.

Matrize – Dieses Werkzeug kann abgefeuerten Hülsen ihre ursprüngliche Form wiedergeben. Durch die Schussabgabe verformen sie sich. Dieser Prozess kann von der Matrize anschließend rückgängig gemacht werden.

Montage – Die Halterung der Zieloptik wird Montage genannt.

Munition – Die Ladung der Waffe ist die Munition. Nach dem deutschen Waffenrecht wird zwischen Patronen-, Kartuschen und pyrotechnischer Munition unterschieden.

Nachbrenner – Sofern ein Schuss nicht unmittelbar mit dem Abfeuern gezündet wird, sondern eine verzögerte Reaktion zeigt, spricht man von einem Nachbrenner.

Nutation – Wenn das Geschoss nach Verlassen der Mündung aufgrund der Einwirkung heißer Gase zu pendeln beginnt, liegt eine Nutation vor.

Oberhebel – Der Verschlusshebel, der oben auf der Waffe angebracht ist und auch als „top lever“ bezeichnet wird, heißt auf Deutsch Oberhebel.

Ogivalgeschoss – Ein spitzbogenförmiges Projektil nennt man Ogivalgeschoss.

Optische Visierung – Leuchtpunkt-Visierungen oder Zielfernrohre zählen zu den optischen Visierungen.

Parabellum – Diese Information ergänzt die Angabe des Kalibers.

Patrone – Eine Patrone ist ein Munitionstyp, der aus Hülse, Zünder, Treibladung und Projektil/Geschoss besteht.

Patronenlager – Der hintere Teil der Laufbohrung, in dem die Patrone vor dem Abschuss gelagert wird, heißt Patronenlager.

Perkussionszündung – Bei dieser Zündungsart schlägt der Hahn auf ein Zündhütchen oder eine Kapsel auf und entzündet so die Pulverladung. Der Name leitet sich von der Schlaghandlung des Hahns ab.

Piston – Der Zündhütchenträger einer Perkussionswaffe wird als Piston bezeichnet. Er verfügt über eine Bohrung zur Pulverkammer.

Pitch – Die Absenkung des Schafts zur Laufachse heißt Pitch.

Polygonlauf – Wenn ein Rohr statt eingeschnittener Züge über glatte Führungsfelder verfügt, spricht man von einem Polygonlauf.

Posten – Grobe Schrote von fünf bis neun mm Durchmesser gehören zu den Posten.

Pressführung – Bei dieser Art der Geschossführung presst der Druck der freigesetzten Gase das Projektil in die Züge.

Projektil/Geschoss – Das Projektil ist Teil der Patrone und wird durch den Lauf der Schusswaffe geführt, nachdem die Gase der Treibladung der Patrone freigesetzt wurden.

Punzierung – Hierbei handelt es sich um aufgeraute Flächen am Griff einer Pistole bzw. dem Schaft eines Gewehrs. Die Punzierung dient einer besseren Griffigkeit der Waffe.

Querschläger – Ein Geschoss, dem es an Stabilität mangelt, nennt man ebenso Querschläger wie solche, die an Hindernissen oder dem umgebenden Gelände abprallen.

Rahmen – Bei einem Revolver hält der Rahmen den Lauf, den Trommelkran, das Schloßwerk sowie das Griffstück.

Randfeuerpatrone – Bei dieser Patronenbauform befindet sich der Zünder am Rand der Unterseite der Patrone. Die bekannteste Patrone, welche diese Bauform aufweist, ist die .22 LR.

Rasanzpatrone – Diese Patrone gehört zur Klasse der Hochgeschwindigkeitsmunition.

Rohr – Im militärischen Zusammenhang wird der Lauf meist als Rohr bezeichnet.

Riegelverschluss – Bei diesem Verschlusssystem werden Lauf- und Verschlussgehäuse durch einen beweglichen Riegel verbunden.

Rückstoß – Die Waffe übt nach Abgabe des Schusses eine Rückwärtsbewegung aus.

Rückstoßlader – Diese Vorrichtung nutzt die Energie des Rückstoßes, um die Waffe nachzuladen.

Ruhrast – Diese Sicherungsvorrichtung sorgt dafür, dass der Hahn in einer Raste verweilt und so für den Abzug blockiert wird.

S-Z


Schalldämpfer – Diese Vorrichtung mindert den Mündungsknall, wenn ein Schuss abgegeben wird.

Schiebesicherung – Diese Sicherungsvorrichtung betätigt man, indem ein Hebel oder Knopf verschoben wird.

Schlagbolzen – Der Schlagbolzen überträgt die Schlagenergie auf den Zünder der Patrone und führt so zu deren Zündung.

Schlittenfang – Selbstladewaffe verfügen über eine solche Einrichtung, mithilfe derer der Verschluss nach Abgabe des letzten Schusses offen gehalten wird.

Schränkung – Die Schränkung weicht seitlich vom Schaft der Waffe ab und verlängert so die gedachte Visierlinie.

Selbstlader – Im Zivilschusssport wird eine halbautomatische Schusswaffe als Selbstlader bezeichnet, wenn bei der Betätigung des Abzugs ein Schuss abgegeben und gleichzeitig eine Patrone nachgeladen wird. Revolver mit Double Action aber sind keine Selbstlader.

Single Action – Im Gegensatz zur Double Action muss der Hahn bei dieser Waffenart für jede Schussabgabe neu gespannt werden.

Stainless – Dieser englische Begriff steht für „rostfrei“.

Taper-Barrel – Wenn der Lauf sich vom Rahmen zur Mündung hin verjüngt, spricht man von einem Taper-Barrel.

Übungslauf – Dieser Lauf kann in die Waffe eingesteckt werden, um Munition eines kleineren Kalibers zu verschießen.

Underlug – Dieses zusätzliche Gewicht wird unterhalb des Laufs angebracht.

v (velocitas) – Diese Größe steht für die Geschwindigkeit des Geschosses. V0 bezeichnet dabei die Anfangsgeschwindigkeit des Geschosses, v100 seine Geschwindigkeit nach einer Flugweite von 100 m etc.

Versager – Wenn die Waffe an sich funktionsfähig ist, eine ihrer Patronen aber nicht zündet, wird Letztere als Versager bezeichnet.

Verschluss/Schlitten – Dieses Bauteil schließt den Lauf nach hinten ab und verhindert so das Austreten der Gase der Treibladung.

Visier – Diese Zieleinrichtung der Waffe setzt sich meist aus Kimme und Korn zusammen, Gewehre verfügen zusätzlich über ein Diopter.

Visierlinie – Die Visierlinie bildet eine Gerade zwischen dem Auge des Schützen und dem Ziel, welches er anvisiert hat.

Visierung – Die Zielvorrichtung in ihrer Gesamtheit ist die Visierung.

Waffenbesitzkarte (WBK) – Die waffenrechtliche Erlaubnis wird oft auch mit WBK abgekürzt. Je nach Klasse verfügt sie über verschiedene Farben. Während Sportschützen eine gelbe WBK erhalten, ist sie für Jäger grün oder im Falle von Waffen-Sachverständigen rot. Je nach Art bzw. Farbe der WBK ist man auch befähigt, unterschiedliche Waffen zu erwerben.

Waffenschein – Der Waffenschein wird nur in Ausnahmefällen erteilt und ist stets befristet. Sportschützen beispielsweise erhalten keinen Waffenschein.

Wechsellauf – Mithilfe eines Wechsellaufs kann eine Waffe Munitionen mehrerer Kaliber verschießen.

Winterabzug – Dieser Abzug weist einen größeren Abzugsbügel auf, damit er auch mit Handschuhen betätigt werden kann, vor allem also im Winter.

Yard – Dieses englische Längenmaß wird folgendermaßen in Zentimeter umgerechnet: 1 yard = 91,44 cm.

Zentralfeuerpatrone – Diese Patronenbauform zeichnet sich dadurch aus, dass der Zünder sich in der Mitte des Patronenbodens befindet.

Zubringer – Diese Feder presst eine Patrone aus dem Magazin.

Züge/Felder – Züge und Felder sind spiralförmige Vertiefungen und Erhebungen im Lauf. Sie bringen das Projektil zum Rotieren, wenn es durch den Lauf geführt wird.

Zünder – Der Zünder ist das Element der Patrone, das nach Betätigen das Abzugs die daraus entstehende Schlagenergie in thermische Energie umwandelt und so die Treibladung zündet.

Zündglocke – Diese Vertiefung im Boden der Patrone nimmt das Zündhütchen auf.

Zündhütchen – Diese Kapsel verfügt über einen Zündsatz, mit dem die Treibladung gezündet wird.